E-Bike im Flugzeug verboten

Die 7 häufigsten Fehler beim Rennradfahren: So vermeidest du sie!

Rennradfahren ist eine eigene Wissenschaft. Zumindest wenn man an die ganzen Tipps, Tricks und Empfehlungen denkt, die einen überhäufen. Kompakt zusammengefasst, gibt es hier alles, was ihr wissen müsst. Häufige Fehler beim Rennradfahren müssen nicht noch häufiger werden, deshalb unbedingt weiterlesen

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Kein Werkzeug dabei

Du bist aufgeregt, weil du noch nicht allzu oft mit dem Rennrad unterwegs warst. Heute musst du noch dazu das erste Mal ohne deinen erfahrenen Bike-Buddy losfahren. Kein Problem, denkst du dir und machst dich auf den Weg. Es läuft super, du schlägst die Straßen und Wege ein, die du bereits kennst. Du kommst gut voran, bis es „pfffffffffffftztztzt“ macht. Ein platter Reifen, das hat dir gerade noch gefehlt, aber wenigstens hast du einen Ersatzschlauch dabei. Du willst den Schnellspanner öffnen, doch was ist das? Ratlos blickst du auf dein Fahrrad, denn du hast vergessen, dass deine Felgen mit Steckachsen befestigt sind. Ohne einen Inbusschlüssel ist nun nichts zu machen, du bist gestrandet.

Tipp: Denke daran, immer ein kleines Multi-Tool mitzunehmen. Es gibt viele Situationen, in denen ein Werkzeug-Set deine Weiterfahrt retten kann.

Alles dabei aber keine Ahnung

Du hast aus deinem letzten Fail gelernt und bist nun immer mit einem Tool unterwegs. Zudem hast du dich erkundigt, welche Gadgets man beim Rennradfahren noch so brauchen könnte. Deshalb hast du Flickzeug, Reifenheber, Pumpe, Gaskartusche und noch weitere Helferlein in deine Satteltasche gestopft. Sicher ist sicher! Auf deinen nächsten Touren läuft alles rund, keine Vorkommnisse, die den Einsatz deines Highend-Werkzeugs erforderlich gemacht hätten. Aber irgendwann ist es immer so weit, früher oder später kommt der Tag, an dem etwas klappert, bricht oder Luft verliert. Gedankenverloren fährst du die Landstraße entlang, ehe du es wieder hörst, „pfffffffffffftztztzt“.

Du steigst ab, nimmst dein Tool zur Hand, baust den Reifen aus du begehst den ersten fatalen Fehler. Du ziehst den Bremshebel der Scheibenbremse. Das wars! Fällt dir zu dem Zeitpunkt aber noch gar nicht auf, denn du verzweifelst gerade am Reifenwechsel. Du hast keine Ahnung wie das gehen soll und versuchst es solange, bis auch der neue Schlauch ein Loch hat. Das Bike muss nun dringend in gute Hände, Bremsen einstellen und Reifen aufziehen.

Tipp: Mach dich schlau, welche kleinen Reparaturen häufig notwendig werden und übe die Handgriffe zuhause.

Ampel Crash mit Klickpedal

Einer der häufigsten Fehler beim Rennradfahren ist wohl der Kontakt mit dem Asphalt aufgrund der Klickpedale. Dieser Fehler passiert so gut wie allen Anfängerinnen und Anfängern, wenn sie mit dem Rennradfahren beginnen. Einmal nicht aufgepasst bei der Gewichtsverlagerung und schon liegt man bei der nächsten roten Ampel mitten auf der Kreuzung. Nicht nur etwas peinlich, sondern mitunter auch schmerzhaft. Das Fahrrad kann unter so einem Crash ebenfalls leiden. Unschöne Kratzer an Mensch und Maschine sind jedoch zu vermeiden.

Tipp: Wenn du dich für Cleats und Klickpedale entscheidest, solltest du das Ein- und Ausklicken zuvor üben. Am besten, du suchst dir einen Ort ohne Verkehr und probierst bis du dich sicher fühlst.

Das falsche oder zu wenig Essen

Ernährung – ein ganz schwieriges Thema für Radfahrerinnen und Radfahrer. Hier scheiden sich die Geister und auch die Empfehlungen, die man von allen Richtungen hört, gehen weit auseinander. Was du jedenfalls beherzigen solltest ist, das Hunger kein guter Begleiter ist. Im Radsport herrschte lang die „Regel“, dass Trinken und Essen im Training Zeichen der Schwäche sind. Zudem herrschte der Irrglaube, dass das Training weniger effektiv ist, wenn man isst. Heute wissen wir, dass es für die Körperfunktionen enorm wichtig ist, ausreichend viel zu trinken und zu essen. Wer zu wenig isst riskiert einen Hungerast (= heftige Unterzuckerung), der nicht nur unangenehm ist, sondern deinen Trainingsfortschritt zudem bremst. Vor und während dem Radfahren eignen sich kohlenhydratreiche Speisen, die leicht verdaulich sind. Auf fettige schwere Nahrungsmittel, Rohmilch, Gemüse und Obst solltest du hingegen verzichten.

Während der Fahrt fühlt sich der Genuss von besonders zuckerhaltigen Getränken, Riegeln und Gels gut an. Aber denke daran, dass Einfachzucker schnell verstoffwechselt wird und danach wieder der Mann mit dem Hammer lauert.

Radfahrer trinkt an einer Flasche

Tipp: Vor und während dem Training genügend Kohlenhydrate essen, im Idealfall Mehrfachzucker. Erst am Ende der Radfahrt auf Einfachzucker umsteigen. Elektrolytgetränke und Wasser in ausreichenden Mengen. Eiweißreiche Produkte helfen nach der Belastung beim Muskelaufbau und bei der Regeneration. Unsere Lieblingssnacks kannst du hier nachlesen.

Die Temperatur falsch eingeschätzt

Eine der ersten Lektionen, die Rennradfahrerinnen und Rennradfahrer lernen müssen, ist die richtige Auswahl der Fahrradbekleidung. Als Rennrad-Neuling vertut man sich gerne bei der Einschätzung der Außentemperatur, besonders wenn das Wetter wechselhaft ist und die Sonne sich nur hin und wieder zeigt. Im kalten Norden werden Radfahrerinnen und Radfahrer häufig von Wind, Regen und dichten Wolken begleitet. Nicht selten friert man in Deutschland, Österreich und vielen weiteren Ländern des Nordens auch im Sommer. Deshalb gehören Armlinge, Beinlinge, Stirnband und Handschuhe zur Basisausstattung. Wenn sich die Sonne überraschend zeigt, sind Armlinge und Beinlinge schnell ausgezogen und sogleich in der Trikottasche verstaut. Nicht selten begegnen einem jedoch anderen Rennradfahrerinnen und Rennradfahrer, die sehr offensichtlich frieren.

Kalte Tage am Rennrad, fehler bei der Bekleidung, besser nach Mallorca Rennradurlaub

Tipp für kalte Tage

Du hast keine Lust auf Zwiebellook, Windjacke und kalte Hände? Dann haben wir einen tollen Vorschlag für dich! Schau dir unsere Fahrradverleihe auf Mallorca an, buche dir dein Traumrad und komm‘ auf die Sonneninsel. Hier brauchst du weder Jacke noch Stirnband und Regen ist auch nicht zu befürchten.

Unsere Artikel zum Thema Radfahren auf Mallorca

Fälle für die Style Polizei

Humoristisch betrachtet haben gravierende Fehler beim Rennradfahren sehr oft mit dem richtigen oder eben falschen Style zutun. An dieser Stelle alle Styling Fails aufzuzählen würde den Rahmen sprengen, deshalb empfehlen wir dir dringend auf die Style Polizei zu hören.

Lesetipp: Style am Rennrad – 10 Fälle für die Style Polizei

Schlecht gekleideter Radfahrer

Die Gangwahl macht das Leben schwer

Die nette Verkäuferin im Radshop deines Vertrauens hat dir ein wirklich tolles Rennrad verkauft! Bisher warst du dort immer nur mit deinem Hollandrad, aber jetzt gehörst du auch zu den coolen Kids, die Rennrad fahren. Mit Superlativen über die Ausstattung des Bikes hat die freundliche Dame nicht gegeizt. Besonders über die Übersetzung hat sie geschwärmt: „Der richtige Gang für jede Steigung und auch für Tempofahrten“. Ganz verstehen tust du sie auch heute noch nicht, denn du fährst immer nur am großen Blatt – „Kette rechts“.

Und nun erklären wir dir, was daran der Anfängerfehler ist. Viel wichtiger als ein möglichst dicker Gang, ist eine hohe Trittfrequenz. Wenn du mit dem Rennradfahren beginnst, ist es gut, wenn du dir einen Trittfrequenzsensor zulegst. Der Sensor hilft dabei ein Gefühl für die Trittfrequenz zu bekommen und sie zu kontrollieren. Ein zu großer Gang erschöpft deine Muskulatur unnötig schnell, besonders bergauf geht dir mit einer zu schweren Übersetzung schnell die Luft aus.

Achte auf eine hohe Trittfrequenz!

Tipp: Besorge dir einen Trittfrequenzsensor und behalte deine Trittfrequenz im Auge. Wähle den Gang, der zu der richtigen Trittfrequenz passt. Mit zunehmender Kraft und Fitness wirst du automatisch schneller werden! Im Durchschnitt sollte deine Trittfrequenz nicht unter 80/85 Umdrehungen in der Minute liegen. Bei der Übersetzung empfehlen wir eine Kompaktkurbel (34/50) und eine Kassette mit 11-30, 11-32 oder 11-34 Zähnen.