BMC SLR02 mit Felgenbremse auf Gran Canaria mieten

Fahrrad-Check im Frühjahr: Unsere 8 DIY Tipps

Es ist so weit, die Radsaison nimmt wieder vollen Anlauf! Jedes Frühjahr steht man jedoch vor derselben Frage, Fahrrad-Check im Frühling selber machen oder lieber zum Profi mit dem Bike? Wir verraten dir, wie du dein Fahrrad fit bekommst für die ersten Ausfahrten und was du unbedingt bedenken musst! Weiterlesen und sicher in die Saison radeln…

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Grundreinigung – der Dreck muss weg!

Das Frühjahr steht vor der Tür, das ging mal wieder schneller als erwartet – oder? Eigentlich wolltest du dein Bike noch im Herbst putzen, aber irgendwie war die Zeit immer zu knapp. Du schiebst dein Fahrrad aus seinem Winterquartier und siehst, dass da noch so einige Dreckbatzen der letzten Ausfahrt kleben. Nicht optimal aber okay, da musst du jetzt durch! Am besten gelingt die Grundreinigung mit viel warmem Wasser, den richtigen Reinigungsprodukten, einem weichen Schwamm und einer Zahnbürste für schwer zugängliche Stellen. Bei der Fahrradpflege setzen wir auf die Firma Muc-off! Für die Grundreinigung empfehlen wir das Muc-Off Wash, Protect & Lube Set für rund 20 Euro. Fahrradketten lassen sich am besten mit dem Muc-Off Bio Kettenreiniger säubern.

Kette, Kurbel und Kassette – gründlich checken!

Die Grundreinigung ist abgeschlossen und dein Fahrrad sieht schon wieder recht ansehnlich aus. Dann geht es jetzt ans Eingemachte und somit an den Antriebstrang. Für die perfekte Reinigung von Kette, Kassette und Kurbel solltest du die Kette öffnen und entfernen. Am besten du checkst zuvor mit einer Kettenlehre (9€), ob die Fahrradkette intakt oder schon ausgedehnt ist. Wenn deine Kette noch gut ist, kannst du sie, während du Kassette und Kurbel reinigst, in eine fettlösende Reinigungsflüssigkeit legen und sie später wieder einbauen. Deine Kette war total ausgeleiert? Dann ist es gut möglich, dass auch deine Kassette das Zeitliche gesegnet hat. Eine überdehnte Kette nutzt die Zähne der Kassette ab. Meistens rasselt eine neue Kette in diesem Fall, weil die Zähne nicht mehr sauber in die Kettenabstände passen. Dieses Problem kann auch die Kurbel betreffen. Deshalb unbedingt dran denken: Kette immer frühzeitig wechseln, sonst wird es teuer!

FahrradkettenPreis
KMC LS 11-fach (Top Modell)58 €
KMC EL 11-fach40 €
Shimano CN-HG901 11-fach45 €
Shimano CN-6600 10-fach30 €
Sram MTB-Kette PC GX Eagle 12-fach30 €
Sram PC1170 11-fach45 €
Sram Force D1 12-fach35 €
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    Schaltung – Funktionstest und Feinjustierung!

    Der Antriebsstrang ist wieder blitzblank, die Kette ist neu und das Schaltwerk mit Spann- und Leitröllchen glänzt auch. Nun geht es an den Funktionstest, dieser kann je nach Schaltung sehr unterschiedlich aussehen. Bei manuellen Schaltungen musst du zunächst die Schaltzüge prüfen. Beim Rennrad kann man hierfür die Lenkergummis umstülpen und nachsehen, ob sich schon einzelne Drähte aus dem Strahlseil gelöst haben. Wenn die Schaltzüge noch gebündelt und nicht abgewetzt sind, musst du sie nicht wechseln. Nach rund 10.000 Kilometer ist jedoch Schluss beim hinteren Schaltzug. Besser du wechselt diesen bevor er während einer Ausfahrt reißt.

    Bei einer elektronischen Schaltung musst du dich nicht mit Schaltzügen beschäftigen, diese mechanische Achillesferse ist ausgemerzt. Aber immer dran denken die Schaltung zu laden – ohne Strom geht nichts! Bei elektronischen Schaltungen kannst du mittels App ohne große Probleme eine Feinjustierung deiner Schaltung vornehmen. Bei mechanischen Schaltungen erfordert die Einstellung einiges an Fingerspitzengefühl und Erfahrung. Du möchtest deine Kenntnisse ausbauen? Dann empfehlen wir dir das Taschenbuch „Fachkunde Fahrradtechnik“.

    Steuersatz – da darf nichts wackeln!

    Der Steuersatz, landläufig auch Steuerlager genannt, verbindet den Schaft der Fahrradgabel und das Steuerrohr des Fahrradrahmens miteinander. Diese Verbindung ist selbstredend drehbar, um das Lenken zu ermöglichen. Das Steuerlager setzt sich aus dem oberen und dem unteren Steuerlager zusammen. Dank dieser Lager wird das Gewicht von Rahmen und Fahrer auf die Gabelkrone und damit auf das Vorderrad übertragen. Was hat dieser technische Exkurs nun mit dem Fahrrad-Check zu tun?! Die Antwort kommt sogleich, die Verbindung kann sich lockern und Spiel bekommen. Wenn das passiert, klappert dein Fahrrad nicht nur wie eine Seifenkiste auf einer Schotterpiste, sondern kann auch ganz schön in Mitleidenschaft gezogen werden.

    Woher weiß ich, ob der Steuersatz locker ist?

    Um zu testen, ob dein Steuersatz locker ist, musst du die Vorderradbremse anziehen und gleichzeitig den Lenker beziehungsweise dein Fahrrad vorwärts und rückwärts bewegen. Wenn sich die Gabel im Steuerrohr bewegen lässt, ist der Steuersatz locker. Du willst wissen, wie du dieses Problem beheben kannst? 5 lebenswichtige Infos zu Steuersatz und Lagerspiel, gibt es natürlich auf unserem Blog! Anklicken und weiterlesen!

    Testen, ob das der Steuersatz noch fest sitzt

    Schrauben kontrollieren – aber nicht zu fest anziehen!

    Schrauben anziehen – Basic Info aber dennoch wichtig! Mit dem passenden Inbusschlüssel-Set kannst du jede Schraube an deinem Fahrrad nachziehen. Möglicherweise könnte auch ein Torx-Schlüssel notwendig werden, an Shimano Dura Ace Schaltungen sind beispielsweise Torx-Schrauben verbaut. Für gewöhnlich kommst du mit dem Inbusschlüssel aber sehr weit. Eines solltest du aber im Hinterkopf behalten: Nach fest kommt ab! Auf Nummer sicher gehst du mit einem Drehmomentschlüssel! Unsere Wahl ist auf den Drehmomentschlüssel von Pro Bike Tool für rund 80 Euro gefallen. Er bietet einen Messbereich von 2 bis 20 Newtonmeter wird mit Innensechskant Hex und Torx Bits geliefert. Image anklicken und shoppen!

    Nach fest kommt ab!

    Auf Nummer sicher gehst du mit einem Drehmomentschlüssel!

    Bremsen prüfen – besonders wichtig!

    Alle Schrauben sitzen, nun kann es an den Check der Bremsanlage gehen. Wir starten mit der Wartung von Scheibenbremsen. Scheibenbremsen sind beim Mountainbike schon lange Standard, aber auch beim Rennrad, beim City Bike, beim Gravel Bike und beim Trekking Bike haben sie Einzug gehalten. Wir starten die Kontrolle der Bremsen bei den Bremsscheiben, anfassen und leicht rütteln. Achtung: Beim Rütteln nicht auf die Bremsfläche fassen – fettige Finger minimieren die Bremsleistung! Sitzen die Scheibe und die Bremssättel fest, kannst du dich den Bremsbacken widmen. Es empfiehlt sich die Bremsbacken auszubauen, um zu sehen in welchem Zustand diese sind. Passt auf die Sicherheitsbolzen auf, sie gehen leicht verloren! Wenn die Bremsbacken Risse haben, gebrochen sind oder stark beziehungsweise einseitig abgenutzt sind, müssen sie getauscht werden. Sollten die Bremsen schleifen, kann das mehrere Ursachen haben.

    Schwing dich auf Fahrrad und führe einige Bremsungen von ca. 30 km/h auf null durch, im besten Fall behebt dieses Manöver das nervige Schleifen. Wenn dem nicht so ist, kannst du den Bremssattel lösen und ihn wieder festziehen. Bei schleifenden Bremsscheiben ist Feingefühl gefragt – try and error! Bei hydraulischen Bremsen gehört der Check aller Leitungen dazu, es darf keine Flüssigkeit austreten oder ausgetreten sein. Teste als nächstes den Bremshebel, sitzt er fest und tritt kein Hydrauliköl aus? Super! Halte den Bremshebel rund eine Minute gedrückt, verliert die Bremse merklich an Druck, muss sie entlüftet werden. Tipp: Das Entlüften der Bremse ist etwas heikel, besser du gehst zur Werkstatt deines Vertrauens, wenn du unsicher bist!
    Zum Abschluss noch kurz zur Felgenbremse, hier ist der Check weniger kompliziert. Bremsbacken und Bremszüge kontrollieren und gegebenenfalls die Spannung der Bremszüge erhöhen, wenn die Bremsbacken zu weit von der Bremsflanke der Felge entfernt sind.

    Laufräder und Reifen – eine Panne muss nicht sein!

    Die Luft ist raus, das gilt nach der Winterpause zu 100% für deine Fahrradreifen. Bevor du dich mit der Pumpe ans Werk machst, solltest du die Mäntel auf Beschädigungen überprüfen. Je nachdem wie du dein Fahrrad im Winter gelagert hast oder wie alt deine Reifen sind, kann es auch vorkommen, dass der Gummi spröde geworden ist. Abgefahrene oder spröde Mäntel müssen unbedingt erneuert werden! Du bist auf der Suche nach einer vernünftigen Pumpe für dein Rennrad, Mountainbike oder City Bike? Unsere Favorit ist die Standpumpe „Joe Blow“ von Topeak.

    Stark abgenutzter Reifen

    Mountainbike Check – Federgabel und Dämpfer!

    Bei der Wartung muss beim Mountainbike auch die Federung miteinbezogen werden. Die äußerliche Reinigung der Gabel, des Dämpfers, der Dichtungen und der Vario-Sattelstütze hast du bereits im ersten Schritt hinter dich gebracht. Deshalb kannst du dich gleich ans Testen der Federung machen, ein paar Mal kräftig die Federung durchdrücken und darauf achten, ob es Probleme gibt. Es darf kein Öl austreten und der Luftdruck der Federelemente muss im richtigen Bereich liegen. Dir fällt bei der ersten Fahrt auf, dass die Federung nicht smooth läuft, dann lass dein Bike vom Fachmann checken. Die Gabelfederung sowie der Dämpfer sind empfindlich und können schnell Schaden nehmen.

    Lesetipp
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